Veranstaltungsansicht

14
Fr
Sep
2018
Haus Gutenberg - 3. Gutenberger Ethik-Forum Medien und Ethik. Die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters.

Beginn: 18:00 Uhr
Ende: 22:00 Uhr
Ort: Haus Gutenberg
Haus Gutenberg - 3. Gutenberger Ethik-Forum Medien und Ethik. Die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters.










3. Gutenberger Ethik-Forum

Medien und Ethik. Die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters.

Die Digitalisierung verändert auch die Welt der Medien rasant. Neben den traditionellen Medien – Zeitung, Radio und Fernsehen – prägen die sog. «neuen», also die elektronischen Medien, unser Leben immer stärker. Das bedeutet sowohl für die Medienschaffenden als auch für die Medienkonsumenten eine grosse Herausforderung. Völlig neue Möglichkeiten, Inhalte zu verbreiten, Informationen abzurufen oder Kommentare öffentlich abzugeben, stehen zur Verfügung. Einerseits werden Ereignisse auf schnellstmöglichem Wege veröffentlicht, andererseits stellt sich für den einzelnen Konsumenten angesichts der Überfülle an Nachrichten die Frage, wie mit dieser Vielfalt von Inhalten adäquat umgegangen werden kann. Leben wir, was die Medien betrifft, nicht in einer ständigen Überforderung? Was kann als gesicherte Information gelten? Wie kann man eine Nachricht auf ihren Realitätsgehalt hin überprüfen? Wie erreicht man «Medienkompetenz»? Trägt die Überflutung mit «News» zur Gereiztheit, zur kollektiven Erregung oder gar zur Abstumpfung bei? Wie geht man mit dieser neuen Realität in verantwortungsbewusster Weise um? Prof. Pörksen schreibt dazu: «Blitzschnell sind unter den aktuellen Medienbedingungen Transparenz und Aufklärung möglich – und in rasender Geschwindigkeit verbreiten sich Gerüchte und Falschmeldungen, bilden sich Protest- und Wutgemeinschaften, die mit Schicksalen auf einer weltweit sichtbaren Bühne spielen». Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, analysiert anschaulich die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und das grosse Geschäft mit der Desinformation. Er führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und die ethisch-moralischen Herausforderungen in den klassischen Medien und auf Seiten des Medienpublikums verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss des etablierten Journalismus schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden, so Pörksens These. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.

Nach dem Referat diskutieren mit Prof. Pörksen Vertreter der liechtensteinischen Medien:
  • Daniel Bargetze, Geschäftsführer Vaduzer Medienhaus
  • Tanja Cissé, Moderationsleitung Radio L
  • Lucas Ebner, Chefredaktor Liechtensteiner Volksblatt
Anschliessend ist das Publikum zur Diskussion eingeladen.

Referent:
Prof. Dr. Bernhard Pörksen erforscht die Macht der öffentlichen Empörung und die Zukunft der Reputation und veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze, Essays und Kommentare. Im Jahre 2008 wurde Bernhard Pörksen zum «Professor des Jahres» gewählt. Kürzlich erschien sein Buch: «Die grosse Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung».

Datum:
Freitag, 14. September 2018, 18.00 Uhr mit anschliessendem Apéro

Beitrag:
CHF 20.00 (Abendkasse)

Wir bitten um Anmeldung.

Anmeldemöglichkeiten
Telefon: 00423 / 388 11 33
E-Mail:
oder online über unsere Website

Diese Veranstaltung wird unterstützt durch die Peter Kaiser Stiftung.




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